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„Brücke über den Strom“

Stimmungsvolles Benefizkonzert im Mausoleums von Carstanjen

Bei hochsommerlichen Temperaturen veranstaltete die Bürgerstiftung Rheinviertel im Rahmen der Konzertreihe Beethoven@home mit dem Netzwerk „Ludwig van B“ am Sonntag, dem 28. Mai 2017 ein restlos ausverkauftes Benefizkonzert.

Alexander Plotkin bekam bereits mit 5 Jahren Klavierunterricht von seiner Mutter. Nach seiner erfolgreichen Ausbildung als Konzertsolist wurde er erster Preisträger bei mehreren nationalen und internationalen Wettbewerben.

Wolfgang Jellinek betrat an diesem Nachmittag quasi heimischen Boden. Derzeit lebt der Violinist in Tübingen, bekam allerdings seinen ersten Violinunterricht in Bonn. Studiert hat Jellinek sein zauberhaftes Handwerk in Düsseldorf und New York.

Vorstandsmitglied Annette Schwolen-Flümann begrüßte die Zuhörer im Namen des Vorstands und Kuratoriums der Stiftung. Mit Leidenschaft berichtete sie von den vielen Projekten der Stiftung, die mittlerweile zu einem „kleinen Sozialunternehmen“ herangewachsen sei. Doch all die Projekte wollen finanziert werden. Mit viel Charme und einem Lächeln warb Sie: „Wir brauchen Ihr Geld“.

Im Namen des Netzwerkes Ludwig van B. bedankte sich Dorothee van Rey für das Zur-Verfügung-Stellen dieses wunderbaren Ortes.

Die Rotunde war geziert von der „blauen Blume“. Angelehnt an Novalis verkörpert sie die Sehnsucht nach dem Unerreichbaren, dem Unendlichen, wie Jellinek es ausdrückte „die Sehnsucht nach Grenzerweiterung und Transzendenz“.

Das Konzert begann mit Ludwig van Beethovens Sonate für Klavier und Violine G-Dur op.96. Beethoven schrieb die Sonate 1812 für den Violinisten Pierre Rode. Seinerzeit übernahm Erzherzog Rudolph, Beethovens Schüler und Widmungsträger der Sonate, den Klavierpart.

Im Anschluss an Beethovens Sonate folgte die Violinsonate E-Dur op. 6 von Botho Sigwart Graf zu Eulenburg (1907). Der Komponist starb 1915 schon im Alter von 31 Jahren an den Folgen einer kriegsbedingten Verletzung.

In seiner facettenreichen Sonate finden wir Lebensfreude und Lebensdrama, das Abschied nehmen von der alten, schönen Zeit und den Idealismus einer im Aufbruch befindlichen neuen Zeit. Diese Gedanken sind auch festgehalten in dem Buch über Botho Sigwart mit dem Titel „Brücke über den Strom“.

So schließt sich auch der Kreis zu diesem wundervollen Ort am Rhein. Das Mausoleum ist seit 2007 eine christliche Begräbnisstätte. Diese Grabanlage, umgeben von einem idyllischen Park ist ein würdevoller und trostvoller Ort zugleich. Es ist die liebvolle Antwort auf die Ängste vieler Menschen vor Anonymität und Vergessen.

Die Vereinigung der Musik zweier Künstler und dem Gedanken „Über das Leben hinaus“ wurde grandios umgesetzt. Die Symbiose von Klavier und Violine, das harmonische Zusammenspiel von Plotkin und Jellinek verzauberte das Publikum. Im Anschluss verweilten die Konzertbesucher beim Empfang im Park des Mausoleums von Carstanjen bei kühlen Getränken. Wir danken den Beatrix Toepfer, Manfred Wüllner, Cornelia Schulte, Yvonne Becker und den Jungstiftlern für die tolle Organisation und den Eltern der Kita St. Georg für das wunderbare Kuchenbuffet.

Zum Mausoleum von Carstanjen ...

 

 

3Dshowcase vom Mausoleum Carstanjen

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