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Schwester mit älterem Herrn

Liebevoll begleitet

Integriertes Hospiz erhält Zukunftspreis

Bundesweite Auszeichnung für CBT und Bürgerstiftung Rheinviertel

"Eine Juryentscheidung, welche die Altenpflege bundesweit verändern könnte."
Sterben im Alter - Die Würde behält ein Gesicht

Das Integrierte Hospiz im CBT-Wohnhaus Emmaus hat in Nürnberg den Zukunftspreis der Altenpflege 2009 erhalten. Ein Auditorium von 400 Führungskräften in der Altenpflege wählte das Projekt der Bürgerstiftung Rheinviertel am Rande der Pflegefachmesse in Nürnberg aus drei nominierten Vorschlägen aus.

Die Leiterin des CBT-Wohnhauses Emmaus, Frau Susanne Littfinski, die Hospizschwester Rincy und der Initiator, Pfarrer Dr. Wolfgang Picken, nahmen den Preis entgegen, der in diesem Jahr erstmals verliehen wurde.

"Zwei Menschen haben diesen Preis besonders verdient: "Frau Litftinski, eine Frau mit großen Ideen, und die Hospizschwester Rincy, eine Ordensfrau mit Herz". Sie haben das Konzept konsequent umgesetzt und mit Leben gefüllt. Ihnen ist zu verdanken, dass die alten Menschen im Wohnhaus Emmaus nun zusätzlich liebevoll bis zum letzen Atemzug begleitet werden," so Pfarrer Dr. Wolfgang Picken, der das Konzept "Integriertes Hospiz" entwickelt hat.

Die Preisverleihung besitzt eine starke politische Komponente. Die Idee und Initiative der Bürgerstiftung Rheinviertel "Integriertes Hospiz" könnte schon bald als bundesweites Pilotprojekt zum Standard in der Altenpflege werden. "Das ist auch eine politische Entscheidung der Jury. Sie dürfte die Altenpflege bundesweit verändern," so Pfarrer Picken. Die Einsparungen, die durch die Verringerung von Krankenhauseinweisungen möglich werden, sind um ein vielfaches höher als die Kosten, die ein Integriertes Hospiz verursacht. Die Bürgerstiftung Rheinviertel hat bereits vor Monaten politische Gespräche aufgenommen. Vertreter des Deutschen Bundestages haben sich vor Ort über das Projekt in formiert. Der Besuch der Bundesministerin ist in Aussicht gestellt. "Die Vergabe des Zukunftspreis unterstützt unser Anliegen, dass überall in Deutschland Integrierte Hospize in den Altenheimen möglich und refinanziert werden. Die Chancen stehen gut, dass durch diese Preisverleihung am Ende alle alte Menschen und Pflegenden die Gewinner sein werden," so der Stiftungsvorsitzende.

Seit 1,5 Jahren besteht das Integrierte Hospiz im CBT-Wohnhaus Emmaus. Zeitgleich wurde ein weiteres Integriertes Hospiz im St. Vinzenzhaus gegründet. Beide Hospize gehen auf die Initiative der Bürgerstiftung Rheinviertel zurück und werden ausschließlich von ihr finanziert. Das Integrierte Hospiz ist kein Gebäude oder eine separate Abteilung im Wohnhaus, sondern ein integraler Bestandteil in der Pflege und Begleitung der HeimbewohnerInnen. Das Ideal der Initiative lautet: "Ohne Schmerzen leben. Liebevoll begleitet sein. In gewohnter Umgebung sterben dürfen." Konkret bedeutet das: Eine durch Stiftungsmittel finanzierte Hospizschwester kommt zusätzlich zum Einsatz. Den Sterbenden und Schwerstpflegebedürftigen in den Altenpflegeheimen können so eine intensivere Begleitung und medizinische Betreuung ermöglicht werden. Im Altenheim soll niemand einsam und verlassen sterben oder auf die Hilfe moderne Palliativmedizin verzichten müssen. Die BewohnerInnen sollen im gewohnten Umfeld, in ihrem Zimmer/ihrer Wohnung, sterben können. Zum Konzept des Integrierten Hospizes gehört es auch, dass alle MitarbeiterInnen weitergebildet werden und die Arbeit in enger Kooperation mit den Ärzten erfolgt.

Das CBT- Wohnhaus Emmaus gehört zur Caritas- Betriebsführungs- und Trägergesellschaft mbH, einer Betreibergesellschaft, die zahlreiche Pflegeeinrichtungen in der Erzdiözese Köln betreibt und für ihren hohen Pflegestandard bekannt ist.

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Für die Finanzierung der Hospizschwestern in den Integrierten Hospizen sowie für die Weiterbildung von Mitarbeitern und Ehrenamtlern in der Hospizarbeit benötigen wir jährlich 55.000,00 Euro

Dr. Adriane Höttges

Dr. Adriane Höttges,
Ärztin im Rheinviertel

Ich betreue viele alte Menschen in Heimen und habe immer ein schlechtes Gewissen, wenn ich in kritischen Situationen wieder gehen muss.
Mit der Hospizschwester an meiner Seite weiß ich, daß bis zum letzten Atemzug kompetent und liebevoll geholfen wird.