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3. Pflegeforum Palliative Care

Zuhörer bei Vortrag zu Palliativpflege

Schwerpunkthema: Ausbildung von Nachwuchskräften

Unter dem Motto „Würdevoll leben bis zuletzt“ veranstaltete die Bürgerstiftung Rheinviertel am 13. November 2019 das „3. Pflegeforum Palliative Care“ in Kooperation mit dem Caritasverband der Stadt Bonn und dem CBT-Wohnhaus Emmaus sowie dem St. Vinzenzhaus.

Der Schwerpunkt des diesjährigen Pflegeforums war auf die SchülerInnen von Pflegefachschulen und Ausbildungszentren für Pflegekräfte in der Altenpflege gelegt, da aufgrund des Personalmangels in der Altenpflege gerade die Ausbildung von Nachwuchskräften große Priorität hat. Über 140 TeilnehmerInnen waren der Einladung gefolgt, die Veranstaltung war schon sehr frühzeitig ausgebucht.

Palliative Care – ob ambulant oder stationär – umfasst die Herausforderung, medizinische Fachkompetenz, psychosoziale und spirituelle Begleitung von Schwerstkranken und Sterbenden sowie deren Angehörigen zu vereinen. Dazu gehört auch ein großes Einfühlungsvermögen. Diese palliative Versorgung ist angesichts des demographischen Wandels eine große gesellschaftspolitische Herausforderung. In Vorträgen und Impulsreferaten wurde von Referentinnen zahlreicher Fachbereiche über die ganzheitliche Begleitung Sterbender referiert und in vier intensiven Workshops gemeinsam mit den Teilnehmern diskutiert.

Pfarrer Edward Balagon, Vorsitzender der Bürgerstiftung Rheinviertel betonte, „das Pflegeforum ist ein gelungenes Format, das bestimmte Themen wie die palliativ-hospizliche Begleitung sensibilisiert. Die große Teilnahme an dieser Veranstaltung zeugt davon, dass da Interesse und Bedarf besteht. Ein herzlicher Dank gilt den Kooperationspartnern und Unterstützern, die das Pflegeforum möglich gemacht haben.“

Silvia Buchner vom Beueler Hospizverein referierte über die das Thema Trauerarbeit „Trauer – was gibt es mehr als reden“, auch mit praktischen Möglichkeiten für das Gespräch mit den Angehörigen. Die Ernährungsberaterin Ruth Rieckmann stellte das Thema Ernährung am Lebensende und in den verschiedenen Phasen der palliativen Begleitung vor. Die spirituelle Begleitung von Menschen mit und ohne Demenz am Lebensende ging es in dem Workshop von Beatrice Döhner, Fachdozentin für Gerontopsychiatrie und Dr. Andrea Schaeffer vom Diözesan-Caritasverband erörterte mit den TeilnehmerInnen den Kompetenzerwerb und Erfahrungen, wie kann man Palliative Care erlernen und auch leben. Ein spiritueller Impuls von Pfarrer Edward Balagon, ein gemeinsames „Singen für Körper und Geist“ mit Benjamin Mausolf, sowie die Vorstellung der erarbeiteten Themen in den Workshops „Was nehmen wir mit? – Ideen, Ergebnisse, Ausblicke“ rundeten das Pflegeforum ab.

Prof. Oliver Tiemann, Vorstand der Bürgerstiftung Rheinviertel freute sich über den hochmotivierten pflegerischem Nachwuchs, die sich dem sinnvollen Dienst in der Alten- und Krankenpflege widmen und sich auch der Herausforderung der palliativen Begleitung Sterbender stellen.