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Beraten, begleiten, Teilhabe ermöglichen

„Ambulante Demenzhilfe“ der Bürgerstiftung Rheinviertel und des Caritasverbandes

Erfolgreiche Kooperation in der „Ambulanten Demenzhilfe“ wird fortgesetzt

2019 ging das gemeinsame Vorhaben „Ambulante Demenzhilfe“ der Bürgerstiftung Rheinviertel und des Caritasverbandes für die Stadt Bonn an den Start.

Derzeit begleiten drei hauptamtliche Demenzfachkräfte und 10 speziell ausgebildete ehrenamtliche Personen in diesem Modellprojekt kostenfrei an Demenz erkrankte Menschen und ihre Angehörigen in Bad Godesberg. Nun unterzeichneten die Bürgerstiftung Rheinviertel und die Caritas Bonn eine langfristige Kooperation.

In ihrer Vereinbarung bekräftigen beide Partner ihre gemeinsamen Ziele:

  • Ausbau der qualifizierten ambulanten Begleitung dementiell veränderter Menschen und Unterstützung ihrer Angehörigen in Bad Godesberg.
  • Möglichst langes Verbleiben der Betroffenen im gewohnten häuslichen Umfeld, obwohl es noch keine Regelfinanzierung für dieses Leistungsangebot gibt.
  • Teilhabe der Demenzerkrankten am gesellschaftlichen Leben.

„Als Bürgerstiftung Rheinviertel liegt uns der soziale Zusammenhalt aller Generationen besonders am Herzen“, erklärte Vorstandsvorsitzender Dr. Hanns-Christoph Eiden bei einem Pressetermin am 5. Juni 2024. „Die Ambulante Demenzhilfe erweist sich als ein ‚Reallabor‘, mit dem wir vielen Betroffenen und ihren Familien wertvolle Hilfe anbieten können.“ Dieser Dienst erfolge kostenfrei: „Er wird durch Spenden von der Bürgerstiftung Rheinviertel finanziert“, so Eiden. Rund 130.000 Euro sind dafür jedes Jahr notwendig.

„Als Caritasverband sehen wir uns in der Verantwortung für Menschen in besonderen Lebenslagen“, sagte Caritasdirektor Jean-Pierre Schneider. In enger Zusammenarbeit mit der Bürgerstiftung Rheinviertel gelängen seit vielen Jahren wertvolle hospizliche Präsenz, Fachtagungen und weitere soziale Kooperationen vor Ort. „Wir sind sehr froh, diese wichtige Arbeit mit unserer neuen Vereinbarung zuverlässig fortsetzen zu können“, so Schneider.

Derzeit leben in Deutschland laut Deutscher Alzheimer Gesellschaft rd. 1,8 Millionen Menschen mit einer Demenzerkrankung; Tendenz stetig steigend. Die Zahlen der Ambulanten Demenzhilfe zeigen den enormen Bedarf auch bei uns: „Im Jahr 2023 betreute unser Team 40 Familien“, berichtete Internistin Dr. Maria Radloff, stv. Vorstandsvorsitzende der Bürgerstiftung, und ergänzte: „Das Team führte 25 Erstberatungen durch und besuchte und begleitete die Klienten wöchentlich regelmäßig für 2 Stunden. Gemeinsam mit den ehrenamtlich Mitarbeitenden wurden ca. 134 Hausbesuche pro Monat absolviert und vielfache telefonische Anfragen beantwortet.“

Außerdem wies sie auf die erfolgreiche Vernetzung zahlreicher weiterer Akteure im Gesundheits- und Sozialbereich durch das Demenzteam hin: „Auch Pflegedienste, stationäre Einrichtungen und Mediziner sind vielfach am Limit bei der Versorgung und Begleitung der an Demenz leidenden Personen. Der ambulante Demenzdienst leistet hier mit seinem Angebot wichtige Entlastung.“

„Die Ambulante Demenzhilfe ist ein wichtiger ergänzender Baustein in der Betreuung an Demenz erkrankter Menschen“, machte Melanie Kölschbach deutlich, Bereichsleiterin Leben und Wohnen in Alter und Krankheit des Bonner Caritasverbands. Sie schließe mit ihrem kostenlosen Angebot eine Lücke, gerade auch, weil sie mit ihrer Arbeit pflegenden Angehörigen kleine Auszeiten ermögliche.

Dies gelingt u.a. mit der „Kreativ-Werkstatt Demenz“ im Stiftungstreff. Koordinatorin Petra Banger erläuterte: „Wir ermöglichen Teilhabe für Betroffene, zum Beispiel bei Mal-Workshops, Mitsing-Nachmittagen, Märchen (z.T. mit Marionettentheater), einer Pflanzaktion oder dem Besuch der Hundegruppe.“ Außerdem hob Petra Banger den wertvollen Beitrag der ehrenamtlich Mitarbeitenden hervor, die alle eine Qualifizierung durchlaufen hätten: „Monatliche Besprechungen sind selbstverständlich und sehr wichtig angesichts oft herausfordernder Situationen, ebenso gemeinsame Feste, auch als Dank. Und zu Ostern und Weihnachten organisieren unsere Ehrenamtlichen eigenständig kleine Aktionen für alle Familien.“ Diese wiederum treffen sich auf Wunsch regelmäßig in einer eigens gegründeten Selbsthilfegruppe für pflegende Angehörige.


Bilder: © Tanja Dörfler, Eigenlicht

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